beten zu Hause (c) Pixabay

Gottesdienst- und Gebetsangebote im Internet, Radio, Fernsehen

Hier finden Sie eine - bestimmt nicht - vollständige Übersicht, in welchen Medien Gottesdienste angeboten werden oder wo Sie sich Gebetstexte herunterladen können. Selbst Twitter bietet etwas.

Gebetsbroschüre der rogamus-Stiftung

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat unter dem Namen „Rogamus“ eine Stiftung gegründet. Auf der Internet-Seite der rogamus-Stiftung finden Sie Wissenswertes zur Stiftung selbst, aber auch eine sehr schöne Gebetsbroschüre.

Domradio

Gottesdienste aus dem Kölner Dom überträgt:

Erzabtei St. Ottilien

In besonderer Weise haben sich Klöster das Psalmengebet zu Eigen gemacht. Wenn es Ihnen eine Hilfe ist, können Sie über das Internet das Psalmengebet von klösterlichen Gemeinschaften aufrufen, um getragen von diesen Betern selbst ins Gebet zu kommen.

Die Erzabtei überträgt ausgewählte Gottesdienste als Video-Livestream. Es gibt ebenfalls einen Audio-Stream.

Stundengebet zum Download

Wenn Sie die Psalmen in der Weise beten wollen, wie sie in der sogenannten Tagzeitenliturgie von der Kirche gebetet werden, dann geht das mit den heutigen technischen Möglichkeiten leicht: Laden Sie sich die offizielle Stundenbuch-App herunter:

Twitter

Es gibt ganze Online-Gebetsgemeinschaften. Die bekannteste und mitgliederstärkste findet sich täglich auf Twitter zusammen, um um 7 Uhr die sogenannte Twaudes (von „Twitter“ und „Laudes“) und um 21 Uhr die Twomplet (von „Twitter“ und „Komplet“) zu beten.

Unter #twaudes und #twomplet wird via Twitter gemeinsam gebetet und es werden Fürbitten getwittert.

radio horeb

Plakat Hl. Messe bei radio horeb (c) radio horeb

Bei radio horeb können Sie täglich von zu Hause aus die Hl. Messe mitfeiern und an Gebetszeiten teilnehmen zu folgenden Zeiten:

Übertragung von Heiligen Messen:

Täglich 6:55 Uhr: Übertragung der Hl. Messe aus Rom mit Papst Franziskus
Montag bis Freitag: 9:00 Uhr und 18:00 Uhr
Samstag: 9:00 Uhr und 18:30 Uhr
Sonntag: 10:00 Uhr und 18:00 Uhr

Linklisten

Weitere Angebote finden Sie über die folgenden Seiten:

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Was ist eigentlich die sogenannte „geistliche Kommunion“?

Die geistliche Kommunion kann z.B. bei der Mitfeier eines Gottesdienstes über die Medien in Betracht kommen. Denn gerade an einer zentralen Stelle in der Eucharistiefeier kann man bei einer Gottesdienstübertragung nicht teilnehmen: bei der Kommunion, wenn sich Christus in den gewandelten Gaben den Gläubigen schenkt, um an sich Anteil zu geben.

Doch das heißt nicht, dass Sie als Mitfeiernde zu Hause nicht dennoch Christus begegnen können  und zwar, indem Sie sich im Gebet ihm ganz und gar zuwenden. Das meint geistliche Kommunion: Sie empfangen zwar nicht die sakramentale Kommunion (den Leib Christi in Gestalt des Brotes), aber auf geistlicher Ebene können Sie sich mit Christus verbinden. Genau genommen soll das auch die sogenannte „innere Wirkung“ der sakramentalen Kommunion sein, die ihrerseits das greifbare Zeichen für diesen geistlichen Vorgang ist. Sakramentale und geistliche Kommunion – beide beinhalten eine gnadenhafte Begegnung mit der Person Jesu.

Im Gotteslob finden Sie einige Texte, die sich für die geistliche Kommunion eignen: GL 5,2-6, 6,4-8, 8,1-4, 9,4-6, 17,4, 557, 561, 562, 675,6-9, 676, 1-3.

Kann ich am Fernsehen, am Radio oder über das Internet einen Gottesdienst mitfeiern?

Ja, das ist gerade in unseren Tagen eine Chance. Daher übertragen viele Diözesen, so auch wir aus dem Kölner Dom, vermehrt Gottesdienste. Wenn Sie darauf achten, dass der Gottesdienst live übertragen wird, und Sie die Absicht haben, mitzufeiern, können Sie daran über die Medien vermittelt teilnehmen.

Das wird Ihnen vielleicht leichter fallen, wenn Sie sich anders einrichten als beim Fernsehabend: Vielleicht setzen Sie sich nicht zu gemütlich, sondern nehmen eine Position ein, die die innere Aufmerksamkeit steigert; schalten Sie möglichst andere Störquellen im Hintergrund aus; vielleicht zünden Sie sogar eine Kerze an; nutzen Sie Ihr Gotteslob, wenn Lieder angezeigt werden.

Besonders sinnvoll ist es, wenn Sie als Familie oder Wohngemeinschaft in Einrichtungen für die Mitfeier zusammenkommen können, um eine Gemeinschaft um Christus zu bilden. Freilich beschränkt sich der Kreis in diesen Tagen auf diejenigen, die ohnehin zusammenleben.

Oft wird gefragt, ob man auch bei einer Aufzeichnung mitfeiern kann. Natürlich kann man sich auch einen solchen Gottesdienst im Nachhinein anschauen, aber dann gibt es keine Gemeinschaft, an deren Feier ich mich anschließen kann. Die Aufzeichnung dient dann eher Ihrer eigenen Andacht und kann helfen, ins private Gebet zu finden.

Hilft mein Gebet?

Beten hilft!

Das heißt nicht, dass man naiv glaubt, man könnte mit seinem Gebet den Virus stoppen und auf die hygienischen Maßnahmen verzichten. Aber wir als Christen sind aufgerufen, die Anliegen, Sorgen, Nöte und Ängste der Menschen vor Gott zu bringen. Das ist menschlich gesehen ein Akt der Solidarität, aber mehr noch: Auf diese Weise leben wir Christen unsere Taufe. Denn in der Taufe sind wir so eng mit Christus verbunden worden, dass wir Anteil an seinem Priestertum haben. Es ist aber eine wahrhaft priesterliche Aufgabe, die Welt vor Gott zu bringen. Und insofern dies im Gebet für andere geschieht, leben gerade dadurch die Gläubigen das gemeinsame Priestertum aller Getauften.

Auf unserer Seite Gebetsanregungen finden Sie täglich neue Gebetsvorschläge, die von unseren Gemeindemitgliedern gestaltet worden sind.

Im Gebet- und Gesangbuch „Gotteslob“ entdecken Sie weitere Gebetstexte. Hier finden Sie auch sehr viele Psalmen aus der Bibel – Texte mit denen schon in alttestamentlicher Zeit gebetet wurde, Texte, mit denen Jesus selbst gebetet hat, Texte, mit denen die Christen seit 2.000 Jahren beten.

Jesus sagt: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Daher, wenn Sie beten, beten Sie nach Möglichkeit nicht nur allein, sondern mit anderen – sofern es angesichts der Ansteckungsgefahr Menschen sind, mit denen Sie ohnehin Umgang haben. So können Sie sogar in der Familie einen kleinen Hausgottesdienst feiern.