Kalenderblatt

Ein Gebet, eine Fürbitte, ein Gedanke für jeden Tag. Vielleicht entdecken Sie das rechte Wort für Ihren Tag heute. Ein Wort des Dankes, der Klage, der Ermutigung. Wir beten mit Ihnen und für Sie.

  Ihr Pfarrer Haupt

Impulse zum Gebet

Bist du bereit

Weg in der Natur (c) Michaela W.

Impuls:

Bist du bereit

nach dem Sinn des Lebens zu suchen? Zu erforschen, was uns wirklich trägt und hält?

Oder ist es für dich leichter, einfach mit dem Trend zu gehen und das Leben so zu nehmen, wie es gerade ist, ohne viel nachdenken zu müssen?

 

Bist du bereit

nach den Wurzeln unseres Glaubens zu schauen? Dich auf Gott einzulassen? Und die Kirche mitzugestalten?

Oder meinst du, du könntest dein Leben lieber selbst in die Hand nehmen? Ohne dich zu binden oder jemandem zu trauen, für den es noch nicht einmal Beweise gibt?

 

Bist du bereit

zur Nächstenliebe? Zum Einsatz gegen das Ungerechte und für den Frieden?

Oder kümmerst du dich lieber nur um dich selber? Ist es für dich zu unbequem und lästig, über den eigenen Tellerrand hinauszusehen?

Gebet:

Gott, unser Vater, ich bin von dir gerufen,
reiß mich aus meiner Ruhe, wenn ich nicht hören will.
Schenke mir die Klarheit, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Lass mich meine Talente nutzen, denn du hast sie mir geschenkt,
damit diese Welt ein wenig besser wird.

Gib mir deinen Segen,
damit ich den Mut habe loszugehen, 
dass ich die Kraft habe durchzuhalten
und dass ich das Vertrauen habe, mit dir ans Ziel zu gelangen.

(aus: Guido Erbrich (Hrsg.): Zum Beispiel: Du – Gebet für junge Menschen)

Auf der Suche

Weg am Berg (c) Michaela W.

Gott ist so groß, dass es wohl wert ist,
ihn ein Leben lang zu suchen.

(Teresa von Avila)

Wir sind Suchende – suchend nach einem Sinn.

- Lass uns hinter so vielen Schlagzeilen und Phrasen dein Wort finden. 

Wir sind Hoffende – hoffend auf ein Zeichen.

- Lass uns zwischen den vielen bunten Alltagsbildern, Ampeln und Werbeplakaten deine Gegenwart spüren.

Wir sind Wissbegierige – Wissen wollend von deiner Person und Macht. 

- Lass uns begreifen, dass du ein Geheimnis bist und wir dich ein Leben lang suchen müssen.                                                                                                    (Alois Albrecht)

 

 

Spuren Gottes suchen mitten in heutigem Leben –

Das heißt, nach dem suchen, was wirklich trägt, was hält und voranbringt und Zukunft verheißt. 

Es heißt, Heimweh haben nach einem letzten Sinn, nach einer letzten Bestimmung, nach Vollendung.

 

Gott, den wir suchen, du kennst unsere Fragen, sei nicht ferne, sondern hör uns an. Wir bitten dich:

Herr, öffne unsere Augen, damit wir dich erkennen, in jedem Menschen, der unsere Hilfe braucht.

Herr, sende uns deinen Geist, damit wir deine Frohe Botschaft verstehen und weitertragen können.

Herr, berühre unsere Herzen, damit wir von dir ergriffen werden und der Funke der Liebe überspringt.

Herr, hilf uns Verantwortung zu übernehmen, für uns selbst, für unsere Familie, für unsere Gemeinde.

Herr, zeige uns Wege, die zu dem Ziel führen, das du selber bist.

 

Geh, o heil'ger Engel mein ...

Engel (c) Bild: Johannes-Simon in Pfarrbriefservice

Geh, o heil'ger Engel mein
geh für mich in die Kirche hinein.
Knie dich hin an meinen Ort, 
hör die heil'ge Messe dort.

Vor der Wandlung bring mich dar
Gott zum Opfer ganz und gar;
was ich hab und was ich bin,
leg als Opfergabe hin.

Bei der heil'gen Wandlung dann
bet mit seraph' Inbrunst an
unsern Heiland Jesus Christ,
der wahrhaft zugegen ist.

Bet für die, die mich geliebt,
bet für die, die mich betrübt,
denk auch der Verstorbenen mein:
Jesu Blut wäscht alle rein.

Ist die heil'ge Messe aus,
bring den Segen mir nach Haus.

Amen.

Quelle unbekannt
ausgesucht von Msgr. Michael Haupt 

Die Natur malt uns Bilder unendlicher Schönheit

bunte Blumenwiese (c) Michaela W.

Die Natur malt uns Bilder unendlicher Schönheit,

Tag für Tag,

wenn wir nur Augen haben sie zu sehen.

(John Ruskin)

Herr, wir danken dir für alles Schöne, das uns in deiner Schöpfung begegnet, das saftige Grün der Blätter an den Bäumen, die bunten Farben der Blüten, der Gesang der Vögel um uns herum. Wie verschwenderisch bist du, Gott, wenn du uns Freude schenken willst! Bewahre uns davor, dass wir alle Freude für uns allein haben wollen und anderen deine Geschenke vorenthalten. Lass uns sorgsam mit der Schöpfung umgehen, mit Wald und Ackerland, mit Feld und Blumengarten, mit Wasser und Bodenschätzen, mit Pflanzen und Tieren. Lass uns ehrfürchtig und sorgsam damit umgehen- aber nicht sorgenvoll und ängstlich, als dürften wir deiner Fürsorge und Liebe nicht sicher sein. Lass uns in deiner herrlichen Schöpfung dich, den Schöpfer, neu erkennen, der bei uns ist und über uns und in uns durch Christus, unseren Herrn. Amen.

 

Öffne meine Augen, Gott,

deine Herrlichkeit in der Vielfalt von Pflanzen und Blumen zu sehen.

Öffne meine Ohren, Gott, 

deine Stimme im Vogelgesang und im Rauschen der Blätter zu hören.

Öffne mein Herz, Gott,

deine Liebe in der Fülle von Früchten und Samen zu erahnen.

Öffne meine Hände, Gott,

deine Schöpfung zu pflegen und zu bewahren.

Öffne mein Leben, Gott,

und mach mich fähig, dich in allem zu erkennen.

(GL 19,3; Andrea Rehn-Laryea)

 

 

Bewahre uns Gott, behüte uns Gott

Chor Bewahre uns Gott

Bewahre uns Gott, behüte uns Gott

Gotteslob 453, 1.-4. Str. – EG 171

  1. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
    sei mit uns auf unsern Wegen.
    Sei Quelle und Brot in Wüstennot,
    sei um uns mit deinem Segen.
  2. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
    sei mit uns in allem Leiden.
    Voll Wärme und Licht im Angesicht,
    sei nahe in schweren Zeiten.
  3. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
    sei mit uns vor allem Bösen.
    Sei Hilfe, sei Kraft, die Frieden schafft,
    sei in uns, uns zu erlösen.
  4. Bewahre uns, Gott, behüte uns, Gott,
    sei mit uns durch deinen Segen.
    Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt,
    sei um uns auf unsern Wegen.

T: Eugen Eckert, M: Anders Ruuth „La paz del Señor“

Videomeditation zu "Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr"

Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr GL 422 / EG 382

Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr;
fremd wie dein Name sind mir deine Wege.
Seit Menschen leben, rufen sie nach Gott;
mein Los ist Tod, hast du nicht andern Segen?
Bist du der Gott. der Zukunft mir verheißt?
Ich möchte glauben, komm mir doch entgegen.

Von Zweifeln ist mein Leben übermannt,
mein Unvermögen hält mich ganz gefangen.
Hast du mit Namen mich in deine Hand,
in dein Erbarmen fest mich eingeschrieben?
Nimmst du mich auf in dein gelobtes Land?
Werd ich dich noch mit neuen Augen sehen?

Sprich du das Wort, das tröstet und befreit
und das mich führt in deinen großen Frieden.
Schließ auf das Land, das keine Grenzen kennt,
und laß mich unter deinen Söhnen leben.
Sei du mein täglich Brot, so wahr du lebst.
Du bist mein Atem, wenn ich zu dir bete.

Originaltitel: Ik sta voor U
Text: Huub Oosterhuis
Übertragung: Lothar Zenetti
Bibelstelle: Exodus 3,13; Psalm 77,20 &90,1-3; Hiob 30,20; Markus 9,24

Dürfen wir hoffen?

Herz (c) Pixabay

Wo ist unsere Sicherheit geblieben?
Es war doch alles gut.
Unsere Tage waren ausgefüllt mit Arbeit,
Unser Leben war eingebettet in Wohlstand,
Für die Freizeit bemühten wir uns, stetig neue, unbekannte,
spannende Events zu finden.
Höher, weiter, schöner, exotischer,
damit füllten wir alle noch zur Verfügung stehende Zeit aus!
Das Bad in der Menge gab uns das Gefühl, dazuzugehören!

 

Von jetzt auf gleich sind die Grundwerte unseres alltäglichen Lebens wertlos geworden!
Was machen wir ohne Arbeit, wenn wir sie nicht mehr leisten können oder dürfen?
Wohin mit dem Wohlstand, wenn die Regeln der Wirtschaft außer Kraft gesetzt sind?
Womit sollen wir die Leere unserer freien Zeit ausfüllen, wenn wir aus der häuslichen Umgebung nicht mehr herauskönnen?
Wie sollen wir die Isolation ertragen, wenn wir keine Gruppen mehr bilden dürfen?

 

Der Mensch von heute schöpft seine Kraft aus dem Bewusstsein der eigenen Stärke und Fähigkeiten. Dieses Selbstvertrauen muss zwangsläufig in der momentanen Situation ins Wanken geraten. Vor dem Corona-Virus sind alle Menschen gleich. Ohne Ansehen der Person schlägt das Schicksal zu, ob arm, ob reich, ob akademisch gebildet oder auf niedrigstem Bildungsniveau.

Eine Lösung der Probleme ist nicht mit den üblichen Mitteln zu erreichen. Ein Kampf unter Einsatz von Reichtum, Klugheit, Macht und Wissen kann uns nicht von der Bedrohung durch den Corona-Virus befreien.

Es sind vielmehr die Tugenden der Mitmenschlichkeit, die uns aus dieser tödlichen Gefahr retten können. Der Rückzug aus dem lärmenden öffentlichen Leben, aus dem übermäßigen Konsum eröffnet uns Raum durch Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft, die Gefahr zu verringern.

Hilf uns, Gott, dass wir Menschen die Erfahrungen aus dieser Krisenzeit dazu nutzen, die Welt sozialer zu gestalten.

Edeltraud Weigel

Leben

am Rhein (c) Michaela W.

Das Leben ist Schönheit, bewundere sie.
Das Leben ist Seligkeit, genieße sie. 
Das Leben ist ein Traum, mach daraus Wirklichkeit.

Das Leben ist eine Pflicht, erfülle sie. 
Das Leben ist ein Spiel, spiele es.
Das Leben ist kostbar, geh sorgfältig damit um.

Das Leben ist Reichtum, bewahre ihn. 
Das Leben ist Liebe, erfreue dich an ihr. 
Das Leben ist ein Rätsel, durchdringe es.

Das Leben ist ein Versprechen, erfülle es.
Das Leben ist Traurigkeit, überwinde sie.
Das Leben ist eine Hymne, singe sie.

Das Leben ist eine Herausforderung, stelle dich ihr.
Das Leben ist ein Kampf, akzeptiere ihn.
Das Leben ist eine Tragödie, ringe mit ihr.

Das Leben ist ein Abenteuer, wage es.
Das Leben ist Glück, verdiene es.
Das Leben ist das Leben, verteidige es.

Mutter Teresa
ausgesucht von Michaela Wiese

Immerfort

Kreuz

Immerfort empfange ich mich aus deiner Hand.
So ist es und so soll es sein.
Das ist meine Wahrheit und meine Freude.

Immerfort blickt Dein Auge mich an
und ich lebe aus Deinem Blick,
Du mein Schöpfer und mein Heil.

Lehre mich in der Stille Deiner Gegenwart
das Geheimnis zu verstehen, das ich bin.
Und dass ich bin durch Dich
und vor Dir und für Dich.

Romano Guardini (1885 - 1968)

ausgesucht von Pfr. Stormberg

Christus hat nur unsere Hände

Christusstatue in Rio de Janeiro (c) Pixabay

Christus hat keine Hände, nur unsere Hände,
um seine Arbeit heute zu tun.

Er hat keine Füße, nur unsere Füße,
um Menschen auf seinen Weg zu führen.

Christus hat keine Lippen, nur unsere Lippen,
um Menschen von ihm zu erzählen.

Er hat keine Hilfe, nur unsere Hilfe,
um Menschen an seine Seite zu bringen.

(Gebet aus dem 14. Jahrhundert)

Herr, segne meine Hände, dass sie behutsam seien, 

dass sie halten können, ohne zur Fessel zu werden, 

dass sie geben können ohne Berechnung,

dass ihnen innewohne die Kraft zu trösten und zu segnen.

 

Herr, segne meine Ohren, dass sie deine Stimme 

zu erhorchen vermögen, dass sie hellhörig seien

für die Stimme der Not, dass sie verschlossen seien

für den Lärm und das Geschwätz,

dass sie das Unbequeme nicht überhören.

 

Herr, segne meine Augen, dass sie Bedürftigkeit wahrnehmen, 

dass sie das Unscheinbare nicht übersehen,

dass sie hindurchschauen durch das Vordergründige,

dass andere sich wohlfühlen können unter meinem Blick.

 

Herr, segne meinen Mund, dass er dich bezeuge,

dass nichts von ihm ausgehe, was verletzt und zerstört,

dass er heilende Worte spreche,

dass er Anvertrautes bewahre.

 

Herr, segne mein Herz, dass es Wohnstatt sei deinem Geist,

dass es Wärme schenken und bergen kann,

dass es reich sei an Verzeihung,

dass es Leid und Freude teilen kann.

(Sabine Naegeli)

zusammengestellt von Michaela Wiese

 

Schenk uns den Geist

heiliger geist (c) Bild: Martha Gahbauer In: Pfarrbriefservice.de

Herr, unser Gott:
Es gibt so viel Traurigkeit in der Welt und so viele Menschen, die weinen.
Schenk uns den Geist der Freude.

Es gibt so viel Selbstsucht in der Welt und so viele Menschen, die nur an sich denken.
Schenk uns den Geist der Geschwisterlichkeit.

Es gibt so viel Lügen in der Welt und so viele Menschen, die sich verstellen.
Schenk uns den Geist der Wahrheit.

Es gibt so viel Hass in der Welt und so viele Menschen, die miteinander streiten.
Schenk uns den Geist des Friedens.

Es gibt so viel Angst in der Welt und so viele Menschen, die keinen Mut mehr haben.
Schenk uns den Geist der Tapferkeit.

Es gibt so viel Verwirrung in der Welt und so viele Menschen, die nicht mehr den Weg zu Dir gehen.
Schenk uns den Geist des Glaubens.
Amen

Gott des Aufbruchs

aufbruch (c) Bild: Martin Manigatterer In: Pfarrbriefservice.de

Du Gott des Aufbruchs,

segne mich, wenn ich Dein Rufen vernehme, wenn Deine Stimme lockt, wenn Dein Geist mich bewegt zu Aufbruch und Neubeginn.

Du Gott des Aufbruchs,

begleite und behüte mich, wenn ich aus Abhängigkeiten entfliehe, wenn ich mich von Gewohnheiten verabschiede, wenn ich festgetretene Wege verlasse, wenn ich dankbar zurückschaue und doch neue Wege gehe.

Du Gott des Aufbruchs,

wende mir Dein Angesicht zu, wenn ich Irrwege nicht erkenne, wenn Angst mich befällt, wenn Umwege mich ermüden, wenn ich Orientierung suche in den Stürmen der Unsicherheit.

Du Gott des Aufbruchs,

leuchte auf meinem Weg, wenn die Ratlosigkeit mich fesselt, wenn ich fremdes Land betrete, wenn ich Schutz suche bei Dir, wenn ich neue Schritte wage auf meiner Reise nach innen.

Du Gott des Aufbruchs,

mache mich aufmerksam, wenn ich mutlos werde, wenn mir Menschen begegnen,
wenn meine Freude überschäumt, wenn Blumen blühen, die Sonne mich wärmt,
Wasser mich erfrischt, Sterne leuchten auf meinem Lebensweg.

Du Gott des Aufbruchs,

sei mit mir unterwegs zu mir selbst, zu den Menschen, zu Dir.

Amen

(Peter Müller)

Sei gesegnet durch die Gegenwart eines Menschen

Zuwendung (c) Bild: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

Sei gesegnet durch die Gegenwart eines Menschen,
dem du vertrauen kannst und der dir sagt, was er fühlt und denkt, der dir Sicherheit gibt und Vertrauen.

Sei gesegnet durch die Gegenwart eines Menschen,
vor dem du dich nicht verstecken musst und wo du sein kannst, wie du bist.

Sei gesegnet durch die Gegenwart eines Menschen,
dem du die Wahrheit sagen kannst, deine eigene Wahrheit, und der diese deine Wahrheit liebt und mit dir daran glaubt, dass eure Wahrheit frei machen wird.

Sei gesegnet durch die Gegenwart eines Menschen,
vor dem du dich nicht dauernd verteidigen musst,
der dich nicht in ein fixes Bild pressen will,
der dir Veränderung zugesteht und dich sein lässt, wie du bist.

Sei gesegnet durch die Gegenwart eines Menschen,
in dessen Nähe du ganz du selber sein kannst und der dir hilft auf deinem Weg.

Sei gesegnet durch die Gegenwart eines Menschen,
der an Gott glaubt: Mit dir gemeinsam an den Gott der Liebe, bei dem du dich geborgen fühlen kannst und getragen auch in schweren Tagen.

Sei gesegnet durch die Gegenwart eines Menschen,
der dich wirklich liebt: nicht obwohl und nicht deshalb, nicht trotzdem und auch nicht weil, sondern ohne wenn und aber, einfach dich, wie du bist.

Sei gesegnet durch die Gegenwart eines Menschen,
der das Leben liebt und dich, weil du lebst und solange du lebst.

All das in der Gegenwart unseres Gottes,
+ des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen

ausgesucht von Irene Meissner

Gott segne uns mit Leben

Dreifaltigkeitsfenster (c) Bild: Friedbert Simon In: Pfarrbriefservice.de

Gott segne uns mit Leben,
damit unser Glaube wachsen und sich bewähren kann

Jesus Christus segne uns
mit seiner Freundschaft, damit wir unterwegs die Hoffnung nie verlieren.

Der Heilige Geist segne uns mit Freude,
damit wir in der Liebe bleiben können.

So begleite uns auf all unseren Wegen + der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

(nach einem alten, keltischen Segen,
ausgesucht von Irene Meissner)

Kyrie Eleison

Dreifaltigkeit Gruppe (c) Bild: Friedbert Simon In: Pfarrbriefservice.de

Einiger!
Und drei in Einigkeit!
Vater, Sohn und heilger Geist!
Brunnquell du und Strom und Allbeleber!

       Erbarm dich unser!

 

Christus, aller Welt Heil!
Uns allen zu Teil
bist, der du bist! -
O Jesu, Gottes Sohn,
Bruder, Mittler
Dort am ewgen Thron:
Zu dir schrein wir
mit Herzensbegier,

         Erbarm dich unser!

 

Herr Gott, heiliger Geist!
Kraft und Geist sei uns, wie du es heißt,
Dass wir vom Erdental
Auf einst schwingen uns zu jenem Lichtsaal!

           Erbarm dich unser!

Johann Gottfried von Herder (1744-1803)
ausgesucht von Pfr. Michael Haupt

 

Herr, mach mich zu einem Werkzeug

Peace (c) Pixabay

Herr, mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens:
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten:
nicht, dass ich getröstet werde,
sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde,
sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde,
sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

Amen

ausgesucht von Irene Meissner

Wir werfen heute keine Steine mehr

Streit 1 (c) Pixabay

Wir werfen heute keine Steine mehr,
doch unsere Blicke schneiden manchmal tief.

Guter Gott, lass unsere Augen deine Nähe ausstrahlen.

Wir werfen heute keine Steine mehr,
doch unsere Worte schlagen manchmal Wunden.

Guter Gott, lass unseren Mund deine Gerechtigkeit aussprechen.

Wir werfen heute keine Steine mehr,
doch unsere Herzen sind manchmal hart wie Stein.

Guter Gott, erfülle unsere Herzen mit Deiner Güte.

Wir werfen heute keine Steine mehr,
doch unsere Hände greifen manchmal ins Leere.

Guter Gott, durchdringe unser Handeln mit Deiner Kraft.

Amen

ausgesucht von Irene Meissner

 

Zeige uns den Weg

Zeige uns den Weg (c) Pixabay

Vor einigen Tagen ging mir ein Lied durch den Kopf, das die Kinder der Grundschulen sehr gerne im Gottesdienst singen. Ich glaube, in dieser Zeit können wir uns alle diesem Gebet anschließen:

 

Zeige uns den Weg, wenn der Morgen winkt;
zeige uns den Weg, wenn die Sonne sinkt.
Zeige uns den Weg, zeige uns den Weg,
zeige uns den Weg, der zum Ziel uns bringt.

Zeige uns den Weg, wenn uns nichts bedrückt;
zeige uns den Weg, wenn uns manches glückt.
Zeige uns den Weg, zeige uns den Weg,
zeige uns den Weg, der zum Ziel uns bringt.

Zeige uns den Weg, wenn wir ratlos sind;
zeige uns den Weg, wenn uns nichts gelingt.
Zeige uns den Weg, zeige uns den Weg,
zeige uns den Weg, der zum Ziel uns bringt.

Zeige uns den Weg hier in dieser Zeit;
zeige uns den Weg in die Ewigkeit.
Zeige uns den Weg, zeige uns den Weg,
zeige uns den Weg, der zum Ziel uns bringt.

(Musik und Text: Musik: R. Strauß-König)

Ihre Monika Effertz, Pastoralreferentin

Manche Menschen wissen nicht ...

Glücklich (c) Pixabay

Manche Menschen wissen nicht,
wie wichtig es ist, dass sie einfach da sind.

Manche Menschen wissen nicht,
wie gut es tut, sie nur zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht,
wie tröstlich ihr gütiges Lächeln wirkt.

Manche Menschen wissen nicht,
wie wohltuend ihre Nähe ist.

Manche Menschen wissen nicht,
wie viel ärmer wir ohne sie wären.

Manche Menschen wissen nicht,
dass sie ein Geschenk des Himmels sind.

Sie wüssten es – würden wir es ihnen sagen.

(Paul Celan)

ausgesucht von Irene Meissner

Der Hüter Israels

(c) CC0 1.0 - Public Domain (von pixabay.com)

Psalm 121: Der Hüter Israels

Ich erhebe meine Augen zu den Bergen*
Woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt vom Herrn,*
der Himmel und Erde erschaffen hat.

Er lässt deinen Fuß nicht wanken;*
dein Hüter schlummert nicht ein.

Siehe, er schlummert nicht ein und schläft nicht,*
der Hüter Israels.

Der Herr ist dein Hüter,*
der Herr gibt dir Schatten zu deiner Rechten.

Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden*
noch der Mond in der Nacht.

Der Herr behütet dich vor allem Bösen,*
er behütet dein Leben.

Der Herr behütet dein Gehen und dein Kommen*
von nun an bis in Ewigkeit.

Übersetzung aus der neuen Einheitsübersetzung

ausgesucht von Irene Meissner

 

Tausendfach

Weg 1 (c) Pixabay

Tausendfach
suchen wir Wege
dorthin
wo das Leben
besser sein soll

tausendfach
sind wir
allein
schutzlos
resigniert
erschöpft

Doch Du, Gott,
bist bei uns
wohin uns auch
die Sehnsucht
nach besserem Leben
führt

wir erfahren
Stärkung
Ermutigung
Schutz
Gemeinschaft
tausendfach

wir finden Wege
dorthin
wo das Leben
besser
ist
tausendfach

(Verfasser unbekannt)

ausgesucht von Irene Meissner

 

Das Leben ist ...

Mutter Theresa (c) Pixabay

Das Leben ist Schönheit, bewundere sie.
Das Leben ist Seligkeit, genieße sie.
Das Leben ist ein Traum, mach daraus Wirklichkeit.

Das Leben ist eine Pflicht, erfülle sie.
Das Leben ist ein Spiel, spiele es.
Das Leben ist kostbar, geh sorgfältig damit um.

Das Leben ist Reichtum, bewahre ihn.
Das Leben ist Liebe, erfreue dich an ihr.
Das Leben ist ein Rätsel, durchdringe es.

Das Leben ist ein Versprechen, erfülle es.
Das Leben ist Traurigkeit, überwinde sie.
Das Leben ist eine Hymne, singe sie.

Das Leben ist eine Herausforderung, stelle dich ihr.
Das Leben ist ein Kampf, akzeptiere ihn.
Das Leben ist eine Tragödie, ringe mit ihr.

Das Leben ist ein Abenteuer, wage es.
Das Leben ist Glück, verdiene es.
Das Leben ist das Leben, verteidige es.

(Mutter Teresa)

ausgesucht von Irene Meissner

 

Stille

stille Straße (c) Pixabay

Mein Mann und ich wohnen an einer normalerweise sehr belebten Einkaufsstraße. In diesen Tagen, wo die meisten Geschäfte geschlossen sind, legt sich eine ungewohnte Stille über die Straße und ihre Häuser. Keine lauten Lieferwagen am Morgen. Keine fröhlich plappernden oder gestresst hin und her eilenden Menschenmassen. Keine Straßenmusik. Wenn man aus dem Fenster blickt, scheint alles still zu stehen. Doch da, bei einem genauen Blick kann man sie sehen: Die Vögel auf dem Dach gegenüber. Die Katze, die mitten auf der Straße in der Sonne liegt. Das Eichhörnchen, dass ganz gelassen in der Gegend herumblickt.

Zu dieser Beobachtung möchte ich mit Ihnen folgendes Lied teilen:

 

Stille, bist du Leben oder Tod,

Stille, bist du Schatten oder Sonne,

Freiheit oder Last, 

Segen oder Not,

Stille, bist du Leben oder Tod?

 

Stille, machst du hören oder taub,

Stille, bist du blühen oder welken,

Blüte oder Dorn,

Erde oder Staub,

Stille, machst du hören oder taub?

 

Stille, deine Stille ist nicht stumm.

Stille, deine Stille ist nicht schweigen.

Stille, du bist Licht,

Sonne aus der Zeit.

Stille, du bist meine Ewigkeit.

 

(Text und Melodie: Winfried Huyer-May)

Ihre Monika Effertz, Pastoralreferentin

Gebet zu Zeiten von Corona

corona-4970836_1920 (c) Pixabay

Guter Gott,

wir bitten dich für alle Erkrankten und ihre Familien um Kraft und Heilung.

Wir bitten für alle, die einen lieben Menschen verloren haben: Schenke ihnen Trost.

Gib all denen Kraft, die durch ihre Arbeit in den Krankenhäusern ihr Bestes tun, um Schlimmeres zu verhindern.

Sei auch bei allen, die nach Heilmitteln und Impfstoffen forschen, und schenke ihnen Ideen und Weisheit.

Für Politiker und Entscheidungsträger erbitten wir Besonnenheit.

Für alle, die arbeiten und arbeiten müssen, um uns im Alltag zu stützen, bitten wir um viel Kraft.

Für alle, die ihre Geschäfte schließen mussten, und alle, die Angst haben, ihren Lebensunterhalt zu verlieren: Schenke ihnen Hoffnung und Mut!

Schenke allen, die auf engem Raum viel Zeit miteinander verbringen müssen, viel Geduld miteinander, sodass sie einander voller Liebe und Verständnis begegnen.

Schenke uns Solidarität miteinander, damit wir einander dort unterstützen, wo es möglich ist.

Sei besonders bei den Menschen, deren Sorgen und Probleme ein ganz anderes Ausmaß haben, da sie in Ländern leben, ohne ein funktionierendes Gesundheitssystem, ohne ausreichenden Wohnraum, ohne fließend Wasser und eine gute Lebensmittelversorgung.

 

Wir beten für alle, die große Angst haben. Für alle, die einsam und allein sind. Für alle, die nicht weiter wissen.

 

Guter Gott,

sei bei allen Menschen. Schenke uns Frieden durch deine Nähe. Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist. Mach uns dankbar für jeden Tag, an dem wir gesund sind. Schenke uns das Durchhaltevermögen, noch lange mit den Beschränkungen in unserem Leben klarzukommen, sodass diese Epidemie nur langsam fortschreitet, aber dafür ohne noch schlimmere Folgen unsere Welt bestimmt. Und wir bitten dich: Lass sie vorübergehen. Lass die Normalität wieder einkehren. Vielleicht keine Normalität wie vorher, sondern eine, in der wir die vielen kleinen Kostbarkeiten in unserem Leben nicht übersehen und voller Dankbarkeit das wahrnehmen, was uns geschenkt ist.

Amen.

Monika Effertz, Pastoralreferentin

Sinngedichte von Friedrich von Logau (1604-1655)

Kirschblüten (c) Pixabay

Hoffnung und Geduld

Hoffnung ist ein fester Stab,
Und Geduld ein Reise-Kleid,
Da man mit durch Welt und Grab
Wandert in die Ewigkeit.

 

Die Welt

Die Welt ist wie das Meer: ihr Leben ist gar bitter;
Der Teufel machet Sturm, die Sünden Ungewitter;
Drauf ist die Kirch ein Schiff und Christus Steuer-Mann;
Sein Segel ist die Reu, das Kreuze seine Fahn;
Der Wind ist Gottes Geist, der Anker das Vertrauen,
Dadurch kann hier man stehn und dort im Port (= Hafen) sich schauen.

 

Das Irdische und das Himmlische

Zu dem, was weltlich ist, da bilden wir uns ein,
Dass unser Witz und Fleiß könnt alles tun und sein;
Zu dem, was himmlisch ist, da bilden wir uns für,
Dass alles müsse Gott, und nichts verrichten wir.

 

ausgesucht von Pfr. Michael Haupt

Gott schenke dir die Freiheit

Freiheit (c) Pixabay

Gott schenke dir die Freiheit
zu sehen und zu hören, was ist,
statt nur zu sehen und zu hören, was sein sollte oder einmal sein wird.

Gott schenke dir die Freiheit
zu sagen, was du wahrnimmst und denkst,
statt nur zu sagen, was von dir erwartet wird.

Gott schenke Dir die Freiheit
spürbar und offen zu empfinden, was du fühlst,
statt nur zu fühlen, was dir zu fühlen gestattet ist.

Gott schenke dir die Freiheit,
lauthals um das zu bitten, was notwendig ist,
statt immer nur auf die Erlaubnis dazu zu warten.

Gott schenke dir die Freiheit,
um des Lebens willen Risiken einzugehen,
statt dich nur dafür zu entscheiden, „auf Nummer Sicher zu gehen“.

So segne dich / uns

der Gott des Lebens und der Freiheit

+ der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

Amen

ausgesucht von Irene Meissner

Segen aus dem 11. Jahrhundert

Christus König (c) Bild: Katharina Wagner In: Pfarrbriefservice.de

Christus werde dir so groß,
dass alles andere klein dir werde.

Christus mache dich so weit,
dass dir zu eng die ganze Erde.

Christus mache dich so tief,
dass tiefstes Leid du leicht versenkest.

Christus mache dich so stark,
dass keine Täuschung mehr dich kränke.

Christus fülle dich so ganz,
dass auch kein Wünschen Raum mehr finde.

Christus mache Dich so still,
dass Du ganz ihn, den Christus, kündest.

So segne dich / uns Gott
+ der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
 Amen

(nach einem Segen aus dem 11. Jahrhundert,
ausgesucht von Irene Meissner)

Segen

Möge Gott mit dir sein (c) Bild: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

„An Gottes Segen ist alles gelegen“ sagt ein altes Sprichwort. Gerade dann, wenn wir spüren, dass wir nicht alles in der Hand haben und machtlos sind, merken wir, wie sehr wir auf Gottes Segen angewiesen sind. Wie wohltuend ist es dann, wenn uns jemand Gottes Segen zuspricht!

Gerne möchte ich Ihnen ein Segensgebet mitgeben. Und ich lade Sie ein, dieses Gebet weiterzugeben. Vielleicht gibt es ja einen lieben Menschen, den Sie anrufen können, um ihm den Segen Gottes zuzusprechen:

 

Der Herr sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen.

Der Herr sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen.

Der Herr sei hinter dir, um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen.

Der Herr sei unter dir, um dich aufzufangen, wenn du fällst. 

Der Herr sei in dir, um dich zu trösten, wenn du traurig bist.

Der Herr sei um dich herum, um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen. 

Der Herr sei über dir, um dich zu segnen.

So segne dich der gütige Gott.

 

(von Sedulius Caelius)

Ihre Monika Effertz, Pastoralreferentin

Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten

Bild: Schnitzschule Empfertshausen, Thüringen (Skulptur) (c) Bild: Peter Weidemann In: Pfarrbriefservice.de

Herr, wir bringen Dir alle Erkrankten und bitten um Trost und Heilung. 
Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.
Bitte tröste jene, die jetzt trauern. 
Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie.
Allen Krankenschwestern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belastung.
Den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.
Wir beten für alle, die in Panik sind. Alle, die von Angst überwältigt sind. 
Um Frieden inmitten des Sturms, um klare Sicht. 
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürchten.
Guter Gott, wir bringen Dir alle, die in Quarantäne sein müssen, sich einsam fühlen, niemanden umarmen können. Berühre Du Herzen mit Deiner Sanftheit. 
Und ja, wir beten, dass diese Epidemie abschwillt, dass die Zahlen zurückgehen, dass Normalität wieder einkehren kann.

Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgendwann sterben werden und nicht alles kontrollieren können.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.
Wir vertrauen Dir. 

Danke

(Johannes Hartl
ausgesucht von Friedhelm K.)

Eine Blüte

Blüte Clematis April 2020 (c) privat, Monika Effertz

Als ich heute Morgen auf unseren Balkon kam, entdeckte ich an der rankenden Clematis die erste Blüte. Sie war groß und freundlich und streckte sich der Sonne entgegen. Aber es war nicht die oberste Knospe, die sich des Morgens geöffnet hatte, und auch keine an vorderster Front. Nein. Die Blüte lag etwas versteckt und lugte vorsichtig durch die Blätter. Und erst auf dem zweiten Blick entdeckte ich sie.

Vielleicht ist das in diesen Tagen mit anderen Dingen ganz ähnlich. Es mag sein, dass auf den ersten Blick vieles schwierig und freudlos erscheint. Niemand weiß, wie sich unsere Situation in den kommenden Monaten verändern wird. Das Leben vieler Menschen ist von Unsicherheit und Sorgen bestimmt. Aber vielleicht gibt es auch hier und da Blüten der Hoffnung und Freude, kleinere oder größere Augenblicke, die sich der Sonne entgegenstrecken. Etwas versteckt. Auf den zweiten Blick. Aber sie sind da.

 

Herr, lass mich auch in schwierigen Zeiten Zuversicht haben, dass du bei uns bist.

Amen.

Monika Effertz, Pastoralreferentin

An meinen Erlöser

Gebet (c) Bild: Bernhard Riedl In: Pfarrbriefservice.de

Erhöre meine Not, du aller Not Erhörer,
Hilf, Helfer aller Welt, hilf mir auch, der ich mir
Selbst nicht helfen kann; ich suche Trost bei dir.
Herr, du hast Rat und Tat. Dich preisen deine Lehrer,

Wie du es denn auch bist, für einen Glaubensmehrer. 
Ich bin desselben leer. Hier steh ich: ich steh hier.
Erfülle mich mit dir und deines Geistes Zier.
Er ist es, er, dein Geist, der rechte Glaubensmehrer.

Arzt, ich bin krank nach dir. Du Brunnen Israel,
Dein kräftigs Wasser löscht den Durst der matten Seel.
Auch dein Blut, Osterlamm, hat meine Tür errötet,

Die zu dem Herzen geht. Ich steife mich auf dich,
Du mein Hort, du mein Fels. Belebe, Leben, mich.
Dein Tod hat meinen Tod, du Todes Tod getötet.

Paul Fleming (1609-1640)
ausgesucht von Pfr. Michael Haupt

 

Und ein neuer Morgen

Blütenknospe (c) Pixabay

Herr, du bist die Hoffnung, wo Leben verdorrt,
auf steinigem Grund wachse in mir,
sei keimender Same, sei sicherer Ort,
treib Knospen und blühe in mir.
Und ein neuer Morgen bricht auf dieser Erde
an in einem neuen Tag, blühe in mir.

Halte mich geborgen fest in deiner starken Hand

und segne mich. Segne mich und deine Erde.

 

Herr, du bist die Güte, wo Liebe zerbricht,
in kalter Zeit, atme in mir
sei zündender Funke, sei wärmendes Licht,
sei Flamme und brenne in mir.
Und ein neuer Morgen bricht auf dieser Erde
an in einem neuen Tag, brenne in mir.

Halte mich geborgen fest in deiner starken Hand

und segne mich. Segne mich und deine Erde.

 

Herr, du bist die Freude, wo Lachen erstickt,
in dunkler Welt, lebe in mir,
sei froher Gedanke, sei tröstender Blick,
sei Stimme und singe in mir.
Und ein neuer Morgen bricht auf dieser Erde
an in einem neuen Tag, singe in mir.

Halte mich geborgen fest in deiner starken Hand

und segne mich. Segne mich und deine Erde.

 

(Gregor Linßen,
ausgesucht von Monika Effertz, Pastoralreferentin)

Regina Coeli

Mailaltar (c) Bild: Nicolas Schnall (pba) In: Pfarrbriefservice.de

Marianische Antiphon in der Osterzeit
(zum Angelus-Läuten)

Freu dich, du Himmelskönigin, Halleluja!
Den du zu tragen würdig warst, Halleluja,
er ist auferstanden, wie er gesagt hat, Halleluja.
Bitt Gott für uns, Halleluja.

Freu dich und frohlocke, Jungfrau Maria, Halleluja.
Denn der Herr ist wahrhaft auferstanden, Halleluja.

Allmächtiger Gott, durch die Auferstehung deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, hast du die Welt mit Jubel erfüllt. Lass uns durch seine jungfräuliche Mutter Maria zur unvergänglichen Osterfreude gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn. Amen

Alter keltischer Segen

Ireland-High-Cross (c) Pixabay

Gott segne den ersten Tag und den letzen,
alle Stunden, die dir vergönnt sind.

Deine Hände sollen segnen, was sie anfassen.
Deine Ohren sollen segnen, was sie hören.
Deine Augen sollen segnen, was ihnen begegnet.
Segen komme von deinen Lippen.

Dein Nachbar/deine Nachbarin sei gesegnet;
er/sie möge auch dich segnen!

Gott lasse dich nicht
aus Seinen Augen,
Seinen Händen,
Seinen Ohren,
Seinem Herzen

an diesem Tag und
an allen Tagen deines Lebens.

So segne dich / uns Gott,
+ der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen

(nach einem alten, keltischen Segen,
ausgesucht von Irene Meissner)

Segensmeditation

Segen (c) Pixabay

gott segne deinen weg
die sicheren und die tastenden schritte
die einsamen und die begleiteten
die großen und die kleinen

gott segne dich auf deinem weg
mit atem über die nächste biegung hinaus
mit unermüdlicher hoffnung
die vom ziel singt
das sie nicht sieht
mit dem mut stehen zu bleiben
mit der kraft weiterzugehen

gottes segen umhülle dich auf deinem weg
wie ein bergendes zelt
gottes segen nähre dich auf deinem weg
wie das brot und der wein
gottes segen leuchte dir auf deinem weg
wie das feuer in der nacht

geh im segen
und gesegnet bist du segen
wirst du segen
bist ein segen
wohin dich der weg auch führt

(Katja Süß, in: Gesegneter Weg
ausgesucht von Irene Meissner)

 

Alles zu seiner Zeit

Uhr (c) Pixabay

Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit:

eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben,

eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Ausreißen der Pflanzen,

eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen, 

eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen,

eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen,

eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz;

eine Zeit zum Steinewerfen und eine Zeit zum Steinesammeln, 

eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, die Umarmung zu lösen,

eine Zeit zum Suchen und eine Zeit zum Verlieren,

eine Zeit zum Behalten/ und eine Zeit zum Wegwerfen,

eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen, 

eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden,

eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen,

eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden.

(Koh 3,1-8)

 

Guter Gott, 

wir dürfen darauf vertrauen, dass du uns in dieser Welt siehst und weißt, welches Verhalten gerade gut und sinnvoll ist.

Schenke all jenen Weisheit, die schwierige Entscheidungen treffen müssen und lass sie erkennen, was an der Zeit ist. 

Und schenke auch mir heute diese Erkenntnis, damit auch ich im Kleinen in deinem Sinne handle. 

Darum bitte ich dich, durch Christus unseren Herrn, der auferstanden ist und mit dir lebt und leben schenkt in Ewigkeit. Amen.

Monika Effertz, Pastoralreferentin

Herr, du bist mein Leben

Weg 2 (c) Bild: Christian Schmitt In: Pfarrbriefservice.de

Herr, du bist mein Leben, Herr du bist mein Weg.
Du bist meine Wahrheit, die mich leben lässt.
Du rufst mich beim Namen, sprichst zu mir dein Wort.
Und ich gehe deinen Weg, du Herr gibst mir den Sinn.
Mit dir hab ich keine Angst, gibst du mir die Hand.
Und so bitt ich, bleib doch bei mir.

Jesus, unser Bruder, du bist unser Herr.
Ewig wie der Vater, doch auch Mensch wie wir.
Dein Weg führte durch den Tod in ein neues Leben.
Mit dem Vater und den Deinen bleibst du nun vereint.
Einmal kommst du wieder, das sagt uns dein Wort,
um uns allen dein Reich zu geben.

Du bist meine Freiheit, du bist meine Kraft.
Du schenkst mir den Frieden, du schenkst mir den Mut.
Nichts in diesem Leben trennt mich mehr von dir,
weil ich weiß, dass deine Hand mich immer führen wird.
Du nimmst alle Schuld von mir und verwirfst mich nie,
lässt mich immer ganz neu beginnen.

Vater unseres Lebens, wir vertrauen dir.
Jesus, unser Retter, an dich glauben wir,
und du, Geist der Liebe, atme du in uns.
Schenke du die Einheit, die wir suchen auf der Welt.
Und auf deinen Wegen führe uns ans Ziel.
Mache uns zu Boten deiner Liebe.

(GL 456, ausgesucht von Irene Meissner)

 

Ein paar Ja oder Nein

Wegkreuz Flehe (c) Gregor Janßen

Ein paar Ja oder Nein

Solange ich lebe, 
muss ich mich entscheiden, 
muss Stellung nehmen, 
ja oder nein sagen.

Da gibt es die großen Entscheidungen:
Für einen Beruf, 
für einen Lebensgefährten,
für eine politische Richtung,
und schließlich für dich.

Aber nicht nur an den Kreuzungen
des Lebens muss ich entscheiden,
sondern jeden Tag,
wo es nur um einen Einkauf,
einen Film, eine Zeitung,
einen Witz geht.

Hab Dank, mein Schöpfer, dass ich 
die Lebensweichen mitstellen darf,
dass ich keine Marionette bin.

Oft habe ich Angst vor Entscheidungen,
ich versuche mich vorbeizudrücken. 
Ich warte, bis andere entschieden haben,
über eine Frage und über mich. 

Vergib, Herr, wenn ich 
deine Freiheit nicht genutzt habe.
Wenn ich bei einer Entscheidung
nur nach dem Erfolg für mich
geschielt habe,
wenn alle anderen
mir gleichgültig gewesen sind.

Lehre mich, dass jede Entscheidung
zugleich Verzicht bedeutet,
Verzicht auf einen anderen Weg, 
auf eine andere Lösung.

Entscheidung und Verzicht
sind nicht nur eine Privatsache.
Sie stellen auch die Frage danach,
welche Entscheidung 
in deinen Augen richtig ist.

Komm mir zu Hilfe, dass ich das Rechte erkenne.
Gib mir den Mut, es zu wählen
und auf alles andere zu verzichten. 

(aus: Paul Roth: Dir gehört der Tag – Gebete aus dem Leben)

zusammengestellt von Michaela Wiese

Sakura

Kirschbaumblüten (c) Pixabay

Im Frühling blühen auch in Deutschland an vielen Orten die Kirschbäume: Vom strahlenden Weiß über blass rosé bis zum leuchtenden Pink. 

Im weit entfernten Japan gilt die Kirschblüte, die Sakura, als Zeichen der Vergänglichkeit. Während der kurzen Blütezeit treffen sich viele Menschen unter den blühenden Bäumen zum Picknick und Beisammensein. Doch dieses Jahr ist auch dort alles anders. Die Wiesen unter den Bäumen sind unberührt, die Parks in den Städten nahezu leergefegt. Und die schillernde Blütenpracht rieselt unbemerkt von den Menschen langsam zu Boden.

Normalerweise stimmt mich diese Vergänglichkeit traurig. Ich mag den Frühling mit seinen blühenden Bäumen. Und wenn nach nur wenigen Wochen auch die letzten Blütenblätter zertreten am Boden liegen, fällt auch mir auf, wie vergänglich diese Welt ist. 

Doch in diesen Tagen sehne ich mich nach Vergänglichkeit: Danach, dass das Virus vorübergeht. Danach, dass die Krankheiten vorübergehen. Danach, dass Angst und Sorge vorübergehen.

So entdecke auch ich die Schönheit der Vergänglichkeit. 

 

Im Christentum fällt der Blick auf die Vergänglichkeit noch etwas anders aus: Auch wir erkennen, dass im Vergehen ein Neubeginn liegt. An Ostern feiern wir, dass im Tod das Leben liegt, dass Christus vom Tod erstanden ist und uns so das Leben geschenkt hat. Aber dieses Leben, so glauben wir, durchbricht den irdischen Kreislauf vom ständigen Werden und Vergehen. Es hat Teil an der Ewigkeit Gottes.

 

So dürfen wir bitten:

Guter Gott, lass all das vergehen, was uns von dir trennt. Und schenke uns und deiner ganzen Schöpfung das Leben in Fülle. Amen.

 

Monika Effertz, Pastoralreferentin

Erinnere mich daran

Osterkreuz Petersplatz 2012 (c) Gregor Janßen

Jesus,

Du bist die Wahrheit, nach der ich verlange.
Erinnere mich daran und bewahre mich davor, das zu vergessen.

Du bist die Fülle, die ich erstrebe.
Erinnere mich daran und erfülle mich mir dir.

           Du bist die Freude, die ich ersehne.
           Erinnere mich daran und erfreue mich durch dich.

Du bist die Freiheit, die ich begehre.
Erinnere mich daran und befreie mich von allem,
was mich trennt von dir.

 

           Du bist das Licht, das ich brauche.
           Erinnere mich daran und mach du mich hell.

Du bist das Leben, von dem ich lebe.
Erinnere mich daran und belebe mich neu.

           Du bist der Weg, den ich suche.
           Erinnere mich daran und bewege mich.

Du bist die Liebe, die ich erhoffe.
Erinnere mich daran und lass mich selber lieben.

           Amen.

zusammengestellt von Irene Meissner

Alter irischer Segen

irisches Kreuz (c) Pixabay

Gottes Kraft
stärke deinen Rücken,
sodass du aufrecht stehen kannst,
wo man dich beugen will.

Gottes Zärtlichkeit
bewahre deine Schultern,
sodass die Lasten, die du trägst,
dich nicht niederdrücken!

Gottes Weisheit
bewege deinen Nacken,
sodass du deinen Kopf frei heben und
ihn frei dorthin neigen kannst,
wo deine Zuneigung von Nöten ist.

So segne dich / uns der mit dir gehende Gott,
+ der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen

Lied: Von guten Mächten wunderbar geborgen

nach einem alten, irischen Segen - ausgesucht von Irene Meissner              

 

Kurze Impulse von Teresa von Avila

512px-Teresa_of_Avila_dsc01644 (c) Wikipedia
Bete nicht um leichtere Last, sondern um einen stärkeren Rücken.
 
Gott gibt ja oft in einem Augenblick mehr, als wir in langer Zeit erringen können. Seine Werke lassen sich durch die Zeit nicht messen!
 
Das Gebet ist meiner Ansicht nach nichts anderes als ein Gespräch mit einem Freund, mit dem wir oft und gern allein zusammenkommen, um mit ihm zu reden, weil er uns liebt.
 
Lass dich nicht ängstigen, nichts dich erschrecken. Alles geht vorüber.

Teresa de Jesús (1515 - 1582),
eigentlich Teresa de Cepeda y Ahumada, genannt Teresa die Große, spanische Mystikerin, reformierte den Karmeliterorden, katholische Heilige

Hl. Corona

Corona_Stephana12 (c) Joachim Schäfer - <a href=https://www.heiligenlexikon.de>Ökumenisches Heiligenlexikon</a>

Der 14. Mai wird im ökumenischen Heiligenlexikon als Gedenktag der Hl. Corona geführt. Hätte diese Märtyrerin des  2. oder 3. Jahrhunderts nicht den gleichen Namen wie die derzeitige Corona-Pandemie, würde wohl kaum jemand auf sie aufmerksam.

Die Heilige lebte wahrscheinlich im 2. oder 3. Jahrhundert. Der Legende nach starb sie als Gattin des Hl. Victor wie er den Märtyrertod. Corona soll an zwei niedergebeugte Palmen gebunden und dann zerrissen worden sein, als diese sich wieder aufrichteten. Ihr Attribut als Heilige sind deswegen zwei Palmen. 

Dass es so viele unterschiedliche Hinweise auf den Ort ihres Martyriums gibt, lässt darauf schließen, dass Corona vielfach verehrt wurde. Sie gilt unter anderem als Schutzpatronin gegen Seuchen und Unwetter, aber auch als Schutzheilige der Schatzsucher und steht für Standhaftigkeit im Glauben.

Einen besonderen Bezug gibt es in unserer Region. Gebeine von ihr sind im Aachener Dom begraben. Später wurde der Schrein in der Domschatzkammer aufbewahrt. Er wird zurzeit für eine Ausstellung restauriert. 

Gebet:

Heilige Corona, Schutzpatronin gegen Seuchen, wir bitten Dich:
Für alle, die am Corona-Virus erkrankt sind – bitte für sie.
Für die Ärzte und das Pflegepersonal – bitte für sie.
Für alle, die sich gegen die Ausbreitung einsetzen – bitte für sie.
Für alle, die in Quarantäne sein müssen – bitte für sie.
Für alle, die sich Sorgen machen und Angst haben – bitte für sie.
Für alle, die verstorben sind – bitte für sie.
Um die Entwicklung eines Gegenmittels – tritt für uns ein.
Um die Eindämmung der Krankheit – tritt für uns ein.
Um Weisheit und Besonnenheit bei Entscheidungen – tritt für uns ein.

Apollinaris-Gebet für die Stadt 2020 (c) Katholische Kirche Düsseldorf

Gebet für Düsseldorf 2020

Gott, unser Vater,

wir danken Dir für unsere Stadt Düsseldorf, in der wir leben.
Die Geschichte dieser Stadt ist auch eine Geschichte des Glaubens und der Kirche.
Lass uns unsere Wurzeln nie vergessen.

Wir bitten Dich für unsere Stadt,
für unseren Oberbürgermeister und für alle, die Verantwortung tragen in Rat und Verwaltung, in Wirtschaft und Kultur, in Kunst und Medien, in unseren Kirchen und in allen Lebensbereichen.

Schenke uns eine Kultur des Miteinanders von Zugewanderten und Deutschen.
Wir bitten um ein gelingendes Zusammenleben von Christen, Juden und Muslimen.
Lass uns für den eigenen Glauben dankbar sein, ohne den Glauben der anderen gering zu schätzen. Zeige uns Wege des Dialogs, der Achtung und Wertschätzung zwischen den verschiedenen Gruppierungen innerhalb unserer Kirche.

Wir bitten dich für die Kleinen und Schwachen, die Notleidenden und Hilfsbedürftigen, für die Opfer von Naturkatastrophen und Terror; für alle, die ihre Heimat verlassen mussten und jetzt bei uns Sicherheit und Zukunft suchen und uns zu neuen Nachbarn werden. 

Lass uns als Christen Antworten geben auf die großen Herausforderungen unserer Zeit: die Auswirkungen der Corona-Pandemie, Arbeitslosigkeit und Verarmung, Egoismus und Entsolidarisierung und die Missachtung menschlichen Lebens.
Mach uns zu deinen Jüngerinnen und Jüngern, die aus deinem Wort leben und von dir Zeugnis geben in der Öffentlichkeit dieser Stadt. 

Segne unseren künftigen Stadtdechanten Frank Heidkamp und alle, die Verantwortung für die Kirche unserer Stadt tragen. Lass sie Kirche nah bei den Menschen und an der Seite der Armen sein. 

Vor vielen Jahrhunderten haben unsere Vorfahren Düsseldorf dem Schutz des heiligen Bischofs und Märtyrers Apollinaris anvertraut. Auf seine Bitte hin segne unsere Stadt und all ihre Bewohner.

Dich loben und preisen wir durch deinen Sohn Jesus Christus, unserem Bruder und Herrn, im Heiligen Geist, jetzt und in Ewigkeit.

Amen.